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Bäckerei Wind

Im Jahre 1908 ließ der einheimische und noch ledige Bäckermeister August Wick auf dem zentral gelegenen und zuvor erworbenen Platz ein Geschäftshaus mit Backstube und Verkaufsladen für Gemischtwaren errichten. Die Eröffnung erfolgte noch im September des gleichen Jahres. Bereits ein Jahr später konnte er mit seiner Ehefrau Lina geb. Weber gemeinsam den weiteren Aufbau des Geschäftes betreiben.
Bei der besonders günstigen Lage in der damaligen Bahnhofstraße konnte sich das Geschäft schnell einführen. Positiv wirkte sich in der damaligen Zeit vor allem die unmittelbare Nähe zum Bahnhof aus. Die damals noch große Zahl der Bahnbenutzer — es waren vor allem die Beschäftigten der Schuhindustrie - konnten hier täglich ihre Einkäufe tätigen.
Wie sehr das Fortbestehen des Geschäftes für die Eheleute Wick zu einer gemeinsamen Lebensaufgabe wurde, zeigte sich in den Jahren von 1915 bis 1919, als aufgrund der Ereignisse des Ersten Weltkrieges die Ehefrau das Geschäft allein betreiben mußte. Die Backwaren wurden vorübergehend als Fremdware bezogen. Auch die schweren Jahre des Zweiten Weltkrieges gingen an den Eheleuten Wick nicht spurlos vorüber und haben den weiteren Geschäftsverlauf entscheidend beeinflußt. Der einzige Sohn, der Garant für die Weiterführung des inzwischen schon allseits bekannten und beliebten Unternehmens war, kehrte nicht mehr heim.
Die starke Bindung zu dem bisher Geschaffenen und die Verpflichtung im Hinblick auf die Zukunft bewog die Eheleute Wick bei aufopfernder Mithilfe der Schwiegertochter das Geschäft weiterzuführen. Hinzu kam, daß in der Folgezeit ständig ein Bäckergeselle beschäftigt wurde.
Da der Besitzer nicht nur Bäcker war, sondern als Nebenerwerb auch Landwirtschaft betrieb, standen auf dem Hinterhof Stall und Scheune, die dann der erforderlichen Erweiterung der Backstube weichen mußten. Es war für die Eheleute Wick eine große Erleichterung und Genugtuung zugleich, als sie noch vor ihrem Tod die Fortführung ihres Lebenswerkes innerhalb der eigenen Familie miterleben durften. So ging das Geschäft an die Enkelin Gusti Wind und deren Ehemann Dieter über.
Beide haben die Herausforderung der immer stärker werdenden Konkurrenz der Neuzeit angenommen. Im Vertrauen auf ihre Schaffenskraft und ihre fachlichen Kenntnisse, gepaart mit einer gewissen Verpflichtung zur Tradition, haben sie im Jahre 1971 den dringend erforderlichen Neubau errichtet. Nichts mehr ist von dem alten Bauwerk übriggeblieben.
In der Ortsmitte befindet sich heute ein Geschäftshaus, das vorrangig mit einem reichhaltigen Angebot an Brot, Brötchen und Konditoreiwaren seine Kunden zur vollsten Zufriedenheit bedienen kann. Dazu steht eine Belegschaft von sechs Mitarbeitern zur Verfügung. Die Eheleute Dieter und Gusti Wind — inzwischen schon unterstützt von den Kindern Holger und Steffen — wissen, daß die Fortführung des seit 1908 in Familienbesitz befindlichen Unternehmens Verpflichtung für die Zukunft bedeutet.

 

 

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Bäckerei Wick - früher

Bäckerei Wind - heute

 

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