Heimatlexikon Thaleischweiler-Fröschen – Postgeschichte von Thaleischweiler-Fröschen

Die Postgeschichte von Thaleischweiler-Fröschen

Unterlagen und Erzählung von Lieselotte Schatzmann

Vom 1. Oktober 1858 bis 1.April 1867 wurde der Ort Thaleischweiler vom Postamt der Stadt Pirmasens bestellt. Anschließend wurde ein Postexppedition eingerichtet. Vorstand war Michael Roos bis 1882, danach sein Sohn Philipp Roos bis 1898. Die Poststelle damals befand sich in der Hauptstrasße 16, später gehörte das Haus der Familie Gabriel. Ab 1. November 1898 wurde in der Hauptstraße 2 (im "Alten Haus" Schatzmann) bei meinem Urgroßvater, dem Bürgermeister Adam Ludy die Postagentur mit Telgraphenapparat eingerichtet.  Hier blieb die Poststelle bis 1911. Als Postexpetitoren waren Friedericke und Anna Ludy, beides Schwestern meiner Großmutter, eingesetzt. Sie haben danach viele Jahre die Post in Wallhalben geführt.

Am 1. August richtete mein Großvater, Ludwig Christmann, einen selbständigen Poststall im "Alten Haus" in der Hauptstraße 2 ein. Herr Oskar Leonhardt der als 14 jähriger Bub zu meinem Großvater in die Lanwirtschaft kam erzählte, daß die Postkutsche bis 1916 von Thaleischweiler über die "Höh" -Herschberg bis nach Wallhalben fuhr. Der Postillion war Jakob aus Herschberg.

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Das Bild zeigt die letzte Postkutsche. Auf dem Bild: sitzend meine Mutter Martha Christmann, rechts Tante Annchen Gölter geb. Christmann - Die Männer- Ludwig Christmann und Otto Ludy ein Cousin meiner Großmutter   Das "Alte Haus" früher Poststelle Ludy - Hauptstraße 4, Thaleischweiler
Hauptstrasse 20-Fam-Gabriel_1_400

Ab 1868 Postamt in Thaleischweiler bis 1898, Ecke Hauptstraße- Herschberger Straße - Das "Erste" Postamt im Ort

Bild von Manfred Anderje

In der hintersten Stube im "Alten Haus" links, war in meiner Kindheit noch ein Schalter mit Ablagebrett in der Tür. Es war die Tür zum Postzimmer.

Das "Alte Haus ist mit der Geschichte des Ortes (als Bürgermeister- und Postamt) um 1900 also eng verbunden. Oft wenn ich in Gedanken das "Alte Haus" und sein ehrwürdiges Gemäuer betrachte, denk ich , welch wechselvolle Geschichte es doch überlebt hat.

Immer hat es schützend für alle bisherigen Generationen "Heimat" bedeutet.

Als Erinnerung - Frau Lieselotte Schatzmann

 

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