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Schwarzbach (Auszug aus Wikpedia)

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Der Schwarzbach ist ein etwa 50,5 km langer Fluss in Rheinland-Pfalz und im Saarland und ein linker Nebenfluss der Blies. Er entwässert mit seinen Nebenflüssen den gesamten westlichen Pfälzerwald und gehört neben Speyerbach, Queich und Lauter (Wieslauter) zu den vier großen Entwässerungssystemen dieses Mittelgebirges

Die beiden Quellbäche des Schwarzbachs, der auf den ersten 16 km seines Laufs auch Burgalb genannt wird, entspringen mitten im Pfälzerwald auf der Westseite der pfälzischen Hauptwasserscheide südlich des Weilers Johanniskreuz in knapp 500 m Höhe. Die rechte Quelle liegt am Südhang des 528 m hohen Steinbergs, die linke 3 km entfernt südwestlich des 609 m hohen Eschkopfs.

Der nach 4 km vereinigte Schwarzbach erreicht an Leimen vorbei das touristisch genutzte Schwarzbachtal. Dort nimmt er von rechts das Hundsbächel sowie das Dinkelsbächel und von links den Rauschenbach auf, bevor er zum Clausensee aufgestaut wird. Dann fließt der Schwarzbach weiter nach Waldfischbach-Burgalben, wo von rechts die Moosalb mündet. Beim Weiler Biebermühle fließt von links die Rodalb in den Schwarzbach, bevor dieser seinen Weg nach Thaleischweiler-Fröschen findet. Unterhalb des Ortes mündet von rechts die Wallhalb. Über Rieschweiler-Mühlbach, Dellfeld und Contwig gelangt der Schwarzbach nach Zweibrücken, wo zunächst von rechts der Wiesbach und dann von links der Hornbach einmündet.

Gleich nach dem Passieren der Grenze zum Saarland mündet der Schwarzbach bei Einöd von links in die Blies, einen Zufluss der Saar.
Das Bachbett wurde entlang dem Ort im Jahre 1934 begradigt. Später als die Talaue getrocknet waren konnten auch hier Gebäude entstehen. 

Der Schwarzbach

 (Buch 750 Jahre Thaleischeiler-Fröschen) von Kurt Stattmüller

Der Schwarzbach hat seinen Ursprung südwestlich von Johanniskreuz am westlichen Abhang des Eschkopfs. Er bildet sich aus dem Teufels-, Pferde- und Schlangenhalder Brunnen. Er läuft zunächst in südlicher Richtung, streift den Gräfensteiner Forst und wendet sich dann nach Westen in das Tal, das vom Bach seinen Namen hat. Bei Burgalben mündet die Moosalb in den Schwarzbach. Das Schwarzbachtal wird breiter, Äcker und Wiesen finden neben dem Bachlauf ebene Ausdehnung. Am Fuße des Schloßbergs, an der Gemarkungsgrenze von Thaleischweiler, mündet die Rodalb in den Schwarzbach. Am Fuße des Schloßbergs, nahe dem Bach, war der vermutlich im 16. Jahrhundert untergegangene Ort Steigen angesiedelt. 

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Burgalbsprung- Schwarzbachquelle Burgalbweiher - Schwarzbachquelle


Auf der Naturfeste „Schloßberg" stand vermutlich schon zur Römerzeit ein Wachturm, um die Straße von Kaiserslautern nach Bitsch zu sichern. Würde die Felswand und ein Teil des steilen Hanges von Sträuchern befreit, käme ein mächtiger Fels zum Vorschein.
Rechts des Schwarzbachtales zwischen Schloßberg und Ortsanfang Thaleischweiler erhebt sich der Kriegswald, der in die Sickinger Höhe ausläuft, während links der Dachsberg mit seinem steilen, bewaldeten Aufstieg die Landschaft prägt.
Auch im Schwarzbachtal sind wie im Wasgau, wenn auch nicht so zahlreich, die verschiedensten Verwitterungsformen des Buntsandsteins zu finden; überhängende Platten, mächtige Quader, einzelne Felsnadeln, Waben und Kugelfelsen.
Die Rieslocher Klamm, eines der Seitentäler des Schwarzbachs, hat gleich einige der schönsten Felsgebilde aufzuweisen: Den „Saufelsen" mit seinen mächtigen Säulen und Platten, der in den Kriegen auch als felsüberdachte Wohnstätte diente; kaum einen Steinwurf weit davon entfernt, eine auf moosbewachsenen Felswänden ruhende Felsplatte, die als „Sprungbrett" für einen breiten Wasserfall dient.
Die Wasser des Seitentals werden nach kurzer Wegstrecke dem Schwarzbach zugeführt.
Am Ortseingang von Thaleischweiler ragt rechts der Fels über die Wohnhäuser hinaus, während links des Bachlaufs das Tal an Weite gewinnt.
Um nun auf „die Bach" im Ortsbereich von Thaleischweiler-Fröschen näher eingehen zu können, ist eine Erklärung über den alten Lauf des Schwarzbachs besonders im Ortsbereich angebracht.
Dauernde Überschwemmungen des gesamten Schwarzbachtals waren zu Beginn der Besiedlung, vermutlich um 650 n. Chr. durch germanische Stämme, eine Tatsache.
Der in der Gemarkung Thaleischweiler-Fröschen vor der Regulierung sehr gewundene Lauf des Schwarzbachs bildete die Gemarkungsgrenze der bis 1969 selbständigen Gemeinden Thaleischweiler und Thalfröschen.

 

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Alte Karte  von 1838, hier gut die Verzweigung des Bachlaufs zu erkennen

Der „alte Bach" schlängelte sich gerade in der bebauten Ortslage weiter gegen die „Fröschener" Seite durchs Tal. Altwasserarme, abgeschnittene Gewässerschlingen und Weiher (Tümpel) säumten den Bach. Gerade die Überschwemmungen des Tals mit ihren Folgen gaben immer wieder Anlaß zur Klage bei den Herrschaften. Die Nutzung der Wiesen war sehr beschränkt, und die ausgedehnte Sumpfbildung beeinträchtigte die Gesundheit der Anwohner. Erlen, Eschen und Weiden markierten den Hauptwasserlauf.
In einer Akte aus dem Jahre 1789 (siehe Flößerei) beschreibt der Schultheiß (früher Gemeindevorsteher) eine große Überschwemmung, die allerhand Schaden angerichtet hätte.
Daß dabei die vorausgegangene Regulierung (Gradstich) der Rodalb, oberhalb der Mündung in den Schwarzbach, mitverantwortlich war, wird eingehend geschildert.
Bedingt durch diesen Gradstich der Rodalb bekam das Wasser eine höhere Fließgeschwindigkeit, wirbelte dabei viel Sand und Schlamm auf und brachte diese in den Schwarzbach. Dort lagerten sich Sand und Schlamm in den vielen Windungen und Kehren ab und sorgten für eine Zuschwemmung des Wasserlaufs. Da der Schaden nur mit größter Mühe zu beseitigen sei und dies sich immer wieder zutragen könne, wurde die Herrschaft in Buchsweiler um dauerhafte Abhilfe gebeten. Es wurde vorgeschlagen, die Regulierung ähnlich der der Rodalb baldigst in Angriff zu nehmen, was aber noch einige Jahrzehnte dauern sollte.
Durch Zunahme der Bevölkerung, die mit der einsetzenden Industriealisierung notwendige Verkehrserschließung und um das Tal für die Besiedlung und Nutzung zur Verfügung zu haben, wurde die Bachregulierung immer notwendiger.
Mit Beginn des 19. Jahrhunderts wurde diese Arbeit verstärkt in Angriff genommen. Schon im Jahre 1770 wurde bei Zweibrücken ein Kanal gegraben, der das Hochwasser des Schwarzbachs besser ableiten sollte. Im Jahre 1807, die Pfalz stand seit 1796 unter französischer Verwaltung, wurde ein Professor Triffard von Zweibrücken von der französischen Regierung beauftragt, einen Plan zur Regulierung des Schwarzbachs von der steinernen Brücke bei Biebermühle bis Stammbach auszuarbeiten. Die Durchführung jedoch scheiterte an den hohen Kosten. Als dann die Pfalz im Jahre 1816 bayerisch wurde, sollte das Projekt Schwarzbachregulierung eine Neuauflage erfahren.

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Überschwemmung vor der Begradigung

Die Zweibrücker Bezirksdirektion wurde 1817 beauftragt, mit den angrenzenden Gemeinden diesbezüglich Verhandlungen aufzunehmen, was jedoch wegen der hohen Kosten zunächst auf wenig Gegenliebe stieß. Erst im Jahre 1841 fanden Plan und Kostenvoranschlag die Zustimmung einer zu Zweibrücken einberufenen Gemeinde-Kommission und der Regierung.
Am Schwarzbach sollten in zwei Abschnitten, sogenannte Konkurrenzbezirken, Regulierungsarbeiten durchgeführt werden.
Der 1. Konkurrenzbezirk erstreckte sich von der Burgalber Banngrenze bis zum Einfluß des Wiesbachs in Contwig. Die Gemeinden Donsieders, Höheinöd, Thaleischweiler, Höh- und Thalfröschen, Höhmühlbach, Maßweiler, Rieschweiler, Dellfeld, Stammbach, Contwig und Niederauerbach hatten die Kosten von 18 630 Gulden zu tragen. Jedoch durch kräftige Unterstützung aus der Staatskasse und dem Erlös der Versteigerung des alten Bachbetts konnten die Kosten für die Gemeinden noch erträglich gehalten werden.
Der 2. Konkurrenzbezirk erstreckte sich von der Mündung des Wiesbachs bis zur Blies.
So wurde dann in unserem Bereich des Schwarzbachs in mühevoller Handarbeit mit nur wenigen technischen Hilfsmitteln in den Jahren 1856-57 ein Gradstich vorgenommen.
Wasserläufe sind natürliche Trennlinien einer Landschaft. Die Verbindung zur „anderen Seite" kann durch Stege und Brücken hergestellt werden. Eine andere Form der Verbindung war das Anlegen einer Furt. Der Wasserlauf durfte dazu nicht sonderlich tief sein, bzw. es wurde seine seichte Stelle ausgesucht und die Uferböschungen entsprechend flach angelegt. Um für die Fuhrwerke einen festen Untergrund zu haben, wurde das Bachbett mit Holzbohlen ausgelegt. Dazu wurde meist Eichenholz verwendet, das im Wasser immer härter wird und nicht fault. Ob am alten Lauf des Schwarzbachs Furten angelegt waren, ist heute nicht mehr beweisbar.
Eine Fahrbrücke aus Holz war schon früh vorhanden. Sie führte bei der heutigen Schwarzbachstraße, nahe am Brückenberg, über den alten Lauf des Schwarzbachs nach Thalfröschen. Sie war zu jener Zeit die einzige befahrbare Brücke zur „anderen Seite". Der Gewannenname „am Brückenberg" entstand durch die am Fuß des Berges angelegte Brücke.
Als die Begradigung und Verlegung des Bachbetts durchgeführt waren, mußten neue Übergänge geschaffen werden. Die Brücke am Fuß des Brückenbergs „wanderte" auf der Schwarzbachstraße über den neuen Lauf und wurde zunächst als Steg gebaut. Die Schwarzbachbrücke in der Bahnhofstraße wurde 1858-59, unmittelbar nach Beendigung der Regulierung gebaut und war jetzt die Fahrverbindung nach Thalfröschen und weiter nach Pirmasens.
Beim Rückzug der deutschen Truppen wurde die Brücke noch am 21. März 1945 gesprengt. Am gleichen Tag rückten die Amerikaner in den Ort ein. Auch die gesprengte Brücke konnte sie nicht mehr aufhalten.
Danach wurde an gleicher Stelle als behelfsmäßiger Übergang einfach ein Baumstamm über den Schwarzbach gelegt. Erst Monate später wurde ein Holzsteg errichtet, um den Übergang gefahrlos zu ermöglichen. Der Neubau der Schwarzbachbrücke erfolgte dann im Jahre 1947.
Als weitere Übergänge in Ortslage kommen noch der Steg am südlichen Ende der Mühlgasse und der Steg bei dem evangelischen Kindergarten hinzu.
Als besonders erwähnenswert ist der im Jahre 1965 abgebaute Jägersteg, der oberhalb der bebauten Ortslage in Richtung Biebermühle über den Schwarzbach führte.
Als nähere Erklärung sei gesagt, daß der jeweilige Förster in der bayerischen Zeit auch das Jagdrecht in den Staatsforsten ausüben konnte.

Jaegersteg_400

Als Thaleischweiler noch Sitz eines Försters war - das im Jahre 1883 errichtete Forsthaus wird heute als Dorfgemeinschaftshaus und als Gemeindebücherei genutzt -, mußte dieser beim Ausüben seiner Tätigkeit vom Staatsforst Kriegswald auch in den Staatsforst am Dachsberg. Um nun eine kurze Verbindung herzustellen, wurde von der Landstraße am unteren Ende des Kriegswaldes ein Pfad angelegt, der dann über den Bach und die daneben verlegte Eisenbahn zum Staatsforst am Dachsberg führte. Jägerpfad und Jägersteg waren geboren.
Die Brücke wurde natürlich auch von allen anderen (Leuten) benutzt. Die „älteren Semester" werden sich noch gerne daran erinnern, daß dieser Übergang beim Anmarsch für die Orts- oder Straßenkämpfe, die sie, für uns heute unverständlich, in ihrer Jugendzeit mit den „Fröschenern" führten, eine für „beide Seiten" wichtige Verbindung war.
Der Grund für die Beseitigung der Brücke war jedoch der Holzdiebstahl im Staatsforst Dachsberg.
„Schlaue" Bürger, vorwiegend aus Thaleischweiler, gingen nur mit der Axt in der Hand über den Jägersteg und kamen auch so-wieder zurück. Sie schlugen im Staatsforst Stangen oder Brennholz und warfen es in den vorbeifließenden Schwarzbach, um es von Angehörigen weiter unten aus dem Bachlauf wieder herausfischen zu lassen.
Ergänzend sei noch die leichte Fahrbrücke unterhalb der Faustermühle, schon auf Maßweilerer Gemarkung, erwähnt, die als sogenannte Heubrücke eine im wesentlichen der Landwirtschaft dienende Verbindung dastellt.
Der Bau der Autobahn von Pirmasens nach Landstuhl hat dem Schwarzbachtal oberhalb von Thaleischweiler-Fröschen eine in der Talmitte 104 Meter hohe Autobahnbrücke „beschert". In deren Schatten ist für die Autobahnauffahrt eine weitere Brücke über Bach und Eisenbahn gespannt.
Der Steg am südlichen Ende der Mühlgasse war bis ca. 1933 in Privatbesitz. Es war der Ubergang zu einer Schuhfabrik mit Wohnhaus, die zusammen mit einem weiteren Wohnhaus als einzige Gebäude weit und breit an der heutigen Uferstraße standen. Wie aus einem Bild dieser Brücke ersichtlich ist, war sogar eine abschließbare Tür am Ende des Übergangs angebracht, um Unbefugten die Benutzung zu verwehren.
In den Jahren 1930-33 war das Schwarzbachtal wieder eine größere Baustelle. Das Bachbett wurde ausgebaggert. Der anfallende Aushub wurde auf der linken Bachseite zur Anlegung der heutigen Uferstraße verwendet. Auch der Fußgängersteg an der Schwarzbachstraße mußte weichen. Eine befahrbare Brücke wurde errichtet, um eine weitere innerörtliche Verbindung zu haben. Sie hatte trotz der relativ geringen Spannweite eine im Bachbett ruhende Mittelstütze, auf der die Eisenträger auflagen.
Im Jahre 1971 wurde diese Brücke durch eine tragfähigere Betonbrücke ersetzt. Auch die beiden Stege wurden nach der Tieferlegung erneuert. Sie sind in der Zwischenzeit wegen Rostfraß an den Auflagestellen der Stahlträger erneuerungsbedürftig und werden zur Zeit ausgetauscht.
Nun zurück an den regulierten Schwarzbach mit seiner Funktion als Hilfe für die Anwohner.
Die Waschplätze am Schwarzbach waren in früheren Zeiten ein Treffpunkt und eine Arbeitsstätte für die Hausfrauen. Speziell für das Waschen geschaffene Treppenanlagen und Waschsteine wurden angelegt. Ein solcher Waschplatz ist heute noch an der Fußgängerbrücke hinter dem evangelischen Kindergarten vorhanden. An den angrenzenden, dort noch nicht bebauten Wiesen wurde die Wäsche zur Bleiche ausgelegt. Steintreppen und Waschsteine wurden später mit Beton überzogen und sind heute noch zu besehen.

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Der Schwarzbach nach der Begradigung Die "neue Linie" sehr gut zu erkennen.

 Weiterhin bot der Wasserlauf des Schwarzbachs eine billige Bademöglichkeit für die Bürger. An heißen Tagen wimmelte es nur so von Jugendlichen, meist Buben. Nach getaner Arbeit oder auch mal zwischendurch bot sich auch für die Männer eine wohltuende Abkühlung und Abwechslung vom Alltäg.
Die Frauen fanden sich erst bei beginnender Dunkelheit ein, um mit ihren langen Kleidern — die Zeit für den Bikini war noch nicht reif — Erfrischung im kühlen Bach zu finden. Holzstege, die von den Bachanliegern als Schöpfstelle gebaut waren, boten einen bequemen Einstieg und waren oft Sammelpunkt beim lustigen Treiben.
Zu dieser Zeit war das Baden im Bach nicht nur eine Erfrischung, sondern auch die Körperpflege konnte mit reichlich Wasser betrieben werden.
Die Geschichte des Baches kann mit der Deutung der im Verlauf der Zeit entstandenen verschiedenen Namen ergänzt werden.
Der Name „Schwarzbach" ist seit zirka 1700 im Gebrauch. Gab es doch früher viele sogenannte Schwarzwasser oder Schwarzbäche, eine Benennung für ein dunkles, zum Teil stehendes Sumpfwasser. So war vermutlich der Ort Meisenbach — die Ruine der Kapelle unterhalb von Thaleischweiler ist der letzte steinerne Zeuge — eine Ansiedlung an einem sumpfigen Bach. Auch der Name „Erbach" ist in der Zeit um 1744 genannt. Der Name Eischwiller Bach wurde in der Zeit der Grafen von Leiningen (für den Bereich der Gemarkung Eischweiler), denen unter anderem Eischweiler — Thaleischweiler — gehörte, gebraucht.
In alten Akten wird auch der Name „Genßwasser" für den Bachabschnitt vom Ort Thaleischweiler bis an den Hollerstock vor Höhmühlbach genannt. So ist im Zweibrücker Oberamtsbannbuch vom Jahr 1547, von L. Kampfmann, aufgeführt: „Daß obgenannt Genßwasser geet ahn inn walhalber bach unnd streckt sich herrab biß ahn den hollerstock genannt; ... , hat allerhand visch." Auch die Bezeichnung „Fröschner Bach" oder „großer Bach" werden gebraucht. Die verkehrsmäßige Erschließung des Schwarzbachtals war nach der Bachregulierung wirtschaftlich erforderlich und gewünscht. Die einsetzende Motorisierung war nicht mehr aufzuhalten.
Wie wir an anderer Stelle erfahren, waren viele Täler mit einem Wasserlauf mangels Bachregulierung in aller Regel versumpft oder doch sehr schwer mit Fuhrwerken zu befahren, da es immer wieder zu Rückstaus und Überschwemmungen kam.
Es wurden also beidseits des Tales, einige Meter am Hang hoch, die Fahrwege angelegt. Im Schwarzbachtal ist heute auf der linken Seite des Tals der Fahrweg noch weitgehend vorhanden; der Fahrweg auf der rechten Seite jedoch wurde in den Jahren 1862-63 als sogenannte Distriktstraße ausgebaut und ist die Verbindung Landau-Biebermühle-Zweibrücken. Die Straße führt gemächlich gewunden am Hang entlang durchs Tal und ist fast immer wiesengrün eingefaßt oder auch durch Lindenbäume kühl beschattet.
Ab dem Verkehrsknotenpunkt Pirmasens-Nord (Biebermühle) ist die noch als Hauptstrecke geführte Bahnlinie Landau-Zweibrücken, der nach dem Zweiten Weltkrieg von den Besatzern mit der Wegnahme des zweiten Gleises die Bedeutung genommen wurde, ein fester Bestandteil des Schwarzbachtals, und für den Bach ein stellenweise hautnaher Begleiter.
Im Bereich der Gemeinde Thaleischweiler wurde vom Schwarzbachwasser nur eine Mühle bewegt. Die urkundlich 1333 erstmals erwähnte „Eischweiler Mühle" stand am südlichen Ende der heutigen Mühlgasse.
Das Wasser des Schwarzbachs wurde über einen langen Mühlgraben (Mühlbach), dessen Einleitung oberhalb des heutigen Wasserwerks lag, quer durch das Tal herangeführt. Die Mühle wurde durch ein unterschlächtig angetriebenes Mühlrad bewegt.
Die Rückführung des Wassers zum Bach erforderte wieder einen langen Graben, der vor der alten Brücke am Fuße des Brückenbergs (Lage an anderer Stelle erklärt) in den „Mutterbach" mündete. Der Gewannenname „Oben und Unten zwischen den Bächen" belegt das Vorhandensein zweier Wasserläufe.
Teile des Mühlgrabens wurden bei der Regulierung für das neue Bachbett in die Anlage miteinbezogen.
Der Gewannenname „Ober der Mühle" stammt aus jener Zeit. Es ist der Bereich zwischen Schwarzbach und Talstraße, von der ehemaligen Mühle bachaufwärts.

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Einmündungsbereich Wallhalb in den Schwarzbach Herbstansicht beim Fäß´l

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