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Kirchen - Prot. Kirchengemeinde Drucken E-Mail

Ev_Kirche_2_400Die Anfänge des Christentums in unserer Gegend liegen im dunkeln. Diese reichen wahrscheinlich in die Römerzeit zurück. Es darf allerdings als sicher angenommen werden, daß mit dem Beginn der Besiedlung unserer Heimat durch die Franken, etwa um 500 n Chr., gleichzeitig auch das Christentum Einzug gehalten hat.
 

Die Zeit der Gründung der Pfarrei Thaleischweiler ist unbekannt. Sie wird zum ersten Mal im Jahr 1239 erwähnt. Sie ist natürlich viel älter, als es die erste Nennung besagt. Zur Pfarrei gehörten die Orte Fröschen, Höheinöd und Herschberg (Höhfröschen entstand erst später) sowie die im Wormsgau gelegenen und untergegangenen Orte Meisenbach, Schonenbah, Hörsel, Schorbach, der Hof Atzenstein und das Dorf Steigen. Der Pfarreis unterstellt waren die Kapelle Meisenbach und die Meierei in Windsberg.


Über die Bauzeit der Kirche liegen keine verbindlilchen Angaben vor. Es darf als sicher angenommen werden, daß sie in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, und zwar noch vor 1239 errichtet wurde. Sie wurde nach ihrer Patronin ST. Margarethen benannt.
Der Klosterhof lag rechts und links der Kloster- sowie der Mühlgasse. Namen wie Im Klostergarten, An der Klostermauer sowie Klostergasse selbst deuten heute noch auf die Existenz der Meierei hin. Sie war von einer Mauer umgeben, deren Reste heute noch an der Talstrasse zwischen Kloster- und Mühlgasse zu sehen sind. Die Mönche dieses Hofes dürften bis zum Bau der Kirche auch die Gottesdienste versehen haben. Ein Kloster, wie dies von Georg Biundo in seiner Broschüre Geschichte Thaleischweilers und seiner Umgebung dargelegt wird, hat in Thaleischweiler nie bestanden.

 

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Klostermauer 2010 - Unterbrochen von einem Wohnhaus - rechts die Mühlgasse, links die Klostergasse

 

Die Pfarrei in Eyschweiler war, nachdem das Kloster Hornbach seine Rechte an das Reuerinnenkloster Mariastein bei Zweibrücken abgetreten hatte, diesem inkorporiert. Nachdem dieses seit dem Jahr 1425 nach Zweibrücken verlegt war und hier eine eigene Pfarrei bestand, gingen die Rechte des Klosters an den Pleban von Zweibrücken über, der nun Patronatsherr der Kirche St. Margarethen in Thaleischweiler wurde. Nun war am 19.Mai 1540 der letzte katholische Pfarrer gestorben. Sein Nachfolger aber war lutherisch, so daß die Rechte an der Kirche zu Thaleischweiler, die ja noch katholisch war, an das Kloster Hornbach zurückfielen, nachdem das Reuerinnenkloster bereits 1449 aufgelöst worden war. Das geht daraus hervor, daß der Abt Johann Kyntheuser am 17. August 1540 dem Offizial in Worms mitteilte, daß er auf die durch den Tod des Pfarrers Valentin Bipontanus erledigte Pfarrei Eyschweiler den Michael Michaelis von Hornbach präsentierte, der daraufhin von Worms bestätigt wurde. 9 Jahre später teilt der Abt Johann Bun von Wachenheim (Kyntheuser hatte sich inzwischen eine Frau genommen und war zum neuen Glauben übergetreten) dem Offizial von Worms mit, daß er die durch den Tod des Pfarrers Michael Castratorius, Priester der Diöziöse Metz, übertrage, der ihm von den Bewohnern empfohlen wurde.


Philipp IV. hat sofort nach der Übernahme einiger Ortschaften im Elsaß, die Graf Jakob im Besitz hatte, nach dessen Tod (22. März 1570) die Anordnung getroffen, den alten Glauben unverzüglich abzuschaffen und die neue Lehre einzuführen.

Im Jahre 1611 brannte die Kirche fast ganz ab, weshalb 1612 sowohl die beiden Herrschaften als auch die Markgrafschaft Baden und der Pfalzgraf von Zweibrücken um die Beisteuerung von Kirchenholz angegangen wurde. Graf Johann Ludwig zu Leiningen-Heidesheim erklärte sich 1617 zu dem Wiederaufbau bereit, allerdings dürften die Untertanen in Herschberg, die wohl zur Pfarrei gehörten, nicht zu Beiträgen für den Kirchenbau in Thaleischweiler heran-
gezogen werden, da sie erst vor wenig Jahren (1615) aus eigenen eine eigene Kirche erbaut hätten. Tatsächlich wurde sie, wie aus der Jahreszahl 1619 sowohl auf der Nord- wie auf der Südseite der Kirche hervorgeht, in diesem Jahr wieder aufgebaut.
Allerdings konnte sich die Kirche nicht lange ihre neuen Glanzes erfreuen. In den Wirren des 30jährigen Krieges wurde sie innerhalb kurzer Zeit (etwa 1632-1635) zum zweiten Mal bis auf die Umfassungsmauern zerstört. Auch der Turm brannte bis zum ersten Absatz nieder. Nur die Sakristei blieb wie durch ein Wunder verschont. Danach war Thaleischweiler lange Jahre ohne eigen Pfarrer. Die Wiederbesetzung der Pfarrei 1721 ( Herschberg wurde im Jahr 1720 von der Mutterkirche abgetrennt und erhielt eine eigene Pfarrei) war gleichzeitig der Wendepunkt für den Wiederaufbau der Kirche.
1722 wurde mit dem Wiederaufbau begonnen, nachdem die Kirche 90 Jahre in Schutt und Asche lag. Der Aufbau dürfte 1723 im wesentlichen beendet gewesen sein, so daß sich in der Pfarrei wieder normale kirchliche Verhältnisse entwickeln konnten. Auch das innere der Kirche wurde neu ausgestattet. Die Kanzel wurde, so wie sie sich uns heute noch darbietet, im Jahr 1724 angeschafft, wie eine Inschrift auf dem Sachlldeckel beweist. Aus der gleichen Zeit dürften auch der Altar und die Bänke stammen. Der Turm wurde allerdings noch nicht aufgebaut; er blieb in dem zerstörten Zustand bis zu den Jahren 1762/64 liegen. In diesen Jahren entstand nun der Turm in seiner charakteristischen Form mit dem abgesetzten Spitzhelm, wie er sich uns heute darbietet.
Nachdem der Wiederaufbau der Kirch abgeschlossen war, fehlte immer noch ein Pfarrhaus. Im Jahr 1752 ergriff Pfarrer Rausch selbst die Initiative und baute auf eigene Rechnung jenes Pfarrhaus, das im Jahr 1967 dem neuen Rathaus weichen mußte und abgerissen wurde.

In den Jahren 1778-1788 mußten noch einmal eine umfassende Reparatur und teilweiser Neubau der Kirch durchgeführt werden, da das Schiff baufällig geworden war. Hat schon Joh. Andreas Rausch sich große Verdienste um den Aufbau des Turms und der Anschaffung zwei neuer Glocken (1761) erworben, so trifft dies in noch stärkerem Maß für seinen Sohn Michael Timotheus Rausch zu. Er setzte alles daran, daß diese mit einer schönen Orgel ausgestattet wurde. Die von dem Orgelbauer Stumm von Sulzbach , dem damals geschicktesten Meister Deutschlands errichtete Orgel konnte am 10. Juni 1787 eingeweiht und ihrer Bestimmung übergeben werden. Die kleine Glocke sprang im Jahr 1827 und wurde auf Kosten der politischen Gemeinde umgegossen. Das gleiche wiederholte sich im Jahr 1864 zum zweiten Mal beim Trauergeläut des bayrischen Königs Max. Der Umguß erfolgte diesmal auf Kosten der Kirchengemeinde. Während des 1. Weltkriegs wurde die kleine Glocke abgeholt und eingeschmolzen. Eine Haussammlung im Jahr 1919 ergab den Betrag von 3600 Mark. Das war der Grundstock für eine kleine Glocke, die am 17.Juli 1921 geliefert wurde. Sie läutete zum ersten Mal beim Sterbe- und Grabgeläut der Frau Pfarrer Biundo. Am Tag der Einweihung der kleinen Glocke stifteten Jakob Bauer jun., August Dubois, Karl Gortner, Ludwig Neu und August Rothhaar den Betrag von 36000 Mark, für den eine weitere Glocke bei Andreas Hamm in Frankental gegossen wurde. Zum zweiten Weltkrieg wurden die beiden neuen Glocken eingezogen und eingeschmolzen. Übrig blieb wieder die alte Glocke aus dem Jahr 1761. Im Jahr 1952 wurden vier neue Glocken angeschafft, so daß jetzt wieder ein wunderbares Geläut durch das Tal erklingt.
Das neue Pfarrhaus wurde in der Amtszeit von Pfarrer Georg Biundo das 1925 neben der Kirche begonnen und 1926 vollendet wurde. Pfarrer Wilhelmy war 1951 der Veranlasser der neuen Warmluftheizung, weil die alte Heizung, nicht mehr den gewünschten Erfolg zeigte.

Der älteste nachweisbare Friedhof lag bei der Kirche. Da diese in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts gebaut wurde, muß vorher schon ein anderer Friedhof bestanden haben.
Da infolge der schnellwachsenden Bevölkerung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts dieser nicht mehr ausreichte, sah sich die politische Gemeinde gezwungen, sich nach einem Gelände für einen neuen Friedhof umzusehen. Im Jahr 1876 konnte der jetzige Friedhof an der Friedhofstraße, damals noch außerhalb des Dorfes liegend, durch Pfarrer Koch eingeweiht werden. Dieser wurde wegen Platzmangels im Jahr 1966 gegen Westen erweitert.

Quelle: 750 Jahre Thaleischweiler-Fröschen Auszüge und Zusammenfassung von Christian Gortner

 
Die Zeit der Gründung der Pfarrei Thaleischweiler ist unbekannt. Sie wird zum ersten Mal im Jahr 1239 erwähnt. Sie ist natürlich viel älter, als es die erste Nennung besagt. Zur Pfarrei gehörten die Orte Fröschen, Höheinöd und Herschberg (Höhfröschen entstand erst später) sowie die im Wormsgau gelegenen und untergegangenen Orte Meisenbach, Schonenbah, Hörsel, Schorbach, der Hof Atzenstein und das Dorf Steigen. Der Pfarreis unterstellt waren die Kapelle Meisenbach und die Meierei in Windsberg.

Über die Bauzeit der Kirche liegen keine verbindlilchen Angaben vor. Es darf als sicher angenommen werden, daß sie in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, und zwar noch vor 1239 errichtet wurde. Sie wurde nach ihrer Patronin ST. Margarethen benannt.
Der Klosterhof lag rechts und links der Kloster- sowie der Mühlgasse. Namen wie Im Klostergarten, An der Klostermauer sowie Klostergasse selbst deuten heute noch auf die Existenz der Meierei hin. Sie war von einer Mauer umgeben, deren Reste heute noch an der Talstrasse zwischen Kloster- und Mühlgasse zu sehen sind. Die Mönche dieses Hofes dürften bis zum Bau der Kirche auch die Gottesdienste versehen haben. Ein Kloster, wie dies von Georg Biundo in seiner Broschüre Geschichte Thaleischweilers und seiner Umgebung dargelegt wird, hat in Thaleischweiler nie bestanden.

 
2009: Das Dach der Kirche ist baufällig und muss renoviert werden. Die Kirche kann bis auf weiteres nicht mehr genutzt werden. Bis zur Fertigstellung wird der Gottesdienst in der kath. Kirche sowie im Altenwohnheim "Haus Betestha" abgehalten. Ein Förderverein wird gegründet um die fehlenden Mittel aufzutreiben. Hierzu soll ein "Dachladen" - Dauerflohmarkt - eröffnet werden. Das Haus in der Hauptstraße soll einmal in der Woche sowie am Weihnachtsmarkt und Dorffest geöffnet sein. 
Wer dem Verein beitreten möcht kann sich bei folgenden Personen melden: Klaus Lorenz Tel. 1483, Walter Weislogel Tel. 5523, Walter Kunz Tel. 1882, oder Lieselotte Schatzmann Tel. 1425.
Spendenkonto: Sparkasse Südwestpfalz, BLZ: 54250010, Kto Nr. 600 060 46
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 Radiosendung von SWR4 am 25.02.2011:  hier cklicken!!